Maria Aurora von Königsmarck (gebundenes Buch)

Eine schwedische Gräfin aus Stade
ISBN/EAN: 9783876971001
Sprache: Deutsch
Umfang: 80 S., 12 Illustr., 7 farb. u. 5 s/w Abb.
Format (T/L/B): 1.3 x 24 x 15.4 cm
Lesealter: Lesealter: 16-99 J.
Einband: gebundenes Buch
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Am 28. April 1662 kam in Stade, seinerzeit Verwaltungssitz der schwedischen Besatzungstruppen für die ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, die schwedische Gräfin Maria Aurora von Königsmarck zur Welt. Da in der Familie traditionell großer Wert auf Erziehung und Ausbildung der Kinder gelegt wurde, erhielten nicht nur die beiden Söhne sondern auch Maria Aurora und ihre Schwester Amalia Wilhelmina Unterricht in Religion, Geographie und Geschichte. Darüber hinaus erlernten sie Französisch, Schwedisch, Latein sowie Italienisch, und pflegten Musik, Tanz und Zeichnen. Seit die Familie nach dem frühen Tod des Vaters 1673 nach Hamburg übersiedeln musste, stand Maria Aurora durch ihre Schönheit und vielfältige Begabung häufig im Mittelpunkt gesellschaftlicher und künstlerischer Ereignisse. Ohne Wissen der Mutter lieferte sie schon als 18jährige das Libretto zu einer Oper des Komponisten Johann Wolfgang Franck, die an der Gänsemarktoper aufgeführt wurde. Andererseits schlug sich die lebenslange Verehrung für ihre Person in zahlreichen fremden Text- und Tondichtungen nieder. So verfasste der Hamburger Komponist Johann Mattheson eine "Aurora-Kantate". Nach einer ungewöhnlichen Anhäufung von Schicksalsschlägen - Entführung und Mord inbegriffen -die die Familie vor allem durch die Liebesabenteuer von Maria Auroras Brüdern hinnehmen musste, wurde sie selbst 1694 die Mätresse Augusts des Starken. Aus dieser Verbindung ging Moritz Graf von Sachsen hervor, der - ganz in Königsmarckscher Manier - als Feldherr zu Ruhm gelangen und durch seine Affäre mit einer Sängerin der Urgroßvater von George Sand werden sollte. Nach dem offiziellen Ende der Liaison mit dem sächsischen König verlegte Maria Aurora ihren Wohnsitz ins Stift Quedlinburg, wo sie 1700 zur Pröpstin ernannt wurde.
Dorothea Schröder (geb. 1957 in Cuxhaven) studierte in Hamburg Musikwissenschaft und Kunstgeschichte (Promotion 1986, Habilitation 1996). Bis 2009 Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg, jetzt freiberuflich tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Kultur- und Musikgeschichte Norddeutschlands im 17. und 18. Jahrhundert, Musikikonographie, Orgelbau der Renaissanceund Barockzeit.